HowTo Online-Veranstaltungen – Technische Ausstattung und Stolpersteine

29. März 2021

Der dritte Teil unserer Serie befasst sich mit der notwendigen technischen Ausstattung für Online-Formate sowie möglichen Stolpersteinen 

In unserer Serie How To Online-Formate erhalten Sie Tipps und Informationen, wie Online-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche umgesetzt werden können. In den letzten Folgen haben Sie bereits mehr zum Setting und zur Gestaltung sowie zur Durchführung und Moderation von Online-Veranstaltungen erfahren. Dieses Mal geht es darum, welche technische Ausstattung für Online-Formate benötigt wird und auf welche Stolpersteine Sie achten sollten.

Benötigte Hard- und Software

Online-Veranstaltungen werden in der Regel über Videokonferenzsysteme durchgeführt. Je nach Setting und Zielgruppe müssen diese unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen. Die zu nutzende Software sollte mit unterschiedlichen Endgeräten, wie Smartphone und Laptop, sowie verschiedenen Betriebssystemen funktionieren, sodass ein niedrigschwelliger Zugang für die Teilnehmenden möglich ist. Zugangsschwierigkeiten könnten zu Frust führen, sodass der Erfolg der Veranstaltung gefährdet wird. Wichtige Informationen zur Auswahl eines geeigneten Videokonferenzsystems finden Sie in unserem Blogbeitrag zu diesem Thema.

Zur Nutzung von Videokonferenzsystemen müssen alle Lernenden über eine bestimmte Hard- und Software verfügen. Dazu zählt neben einer stabilen Internetverbindung (empfohlen ist eine Bandbreite von 300KbP), ein internetfähiges Endgerät. Empfehlenswert sind Laptops oder Computer, denn nicht alle Videokonferenzsysteme funktionieren auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones problemlos. Um sich an der Veranstaltung beteiligen zu können und Störfaktoren, wie Umgebungslärm, zu reduzieren, sollten alle Teilnehmenden eine integrierte Kamera oder externe Webcam sowie ein externes Headset (Kopfhörer und Mikrofon) anschließen.

Wie Medienproduktionen in Online-Formaten gelingen

Medienproduktionen machen Kindern und Jugendlichen viel Spaß und sind eine gute Möglichkeit, Besprochenes zu reflektieren. Um sie auch in Online-Formaten realisieren zu können, kann ein Bring-Your-Own-Device-Ansatz sinnvoll sein. Teilnehmende nutzen dann für Medienproduktionen und/oder die Verwendung von externen Tools ihr eigenes Smartphone. Je nachdem, welche Anwendungen verwendet werden, sollte das Videokonferenzsystem über ein anderes Gerät laufen, das beispielsweise von der Schule oder außerschulischen Einrichtung zur Verfügung gestellt werden könnte. Das ist aber nicht immer nötig.

Wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche nicht gezwungen sind, (kostenpflichtige) Apps herunterzuladen oder sich bei Apps und Tools anzumelden. Arbeiten Sie mit den kostenfreien Standardanwendungen, die auf Smartphones oder PC/Laptop vorinstalliert sind, zum Beispiel die Kamera- oder Aufnahmefunktion. Zudem können Sie auf browserbasierte Anwendungen wie Padlet, Flinga oder den Meme-Generator zurückgreifen.

Für einen reibungslosen Ablauf des Projektes sollten die technischen Voraussetzungen frühzeitig mit den Teilnehmenden beziehungsweise der Schule oder außerschulischen Einrichtung besprochen werden. So kann abgeklärt werden, ob alle Kinder und Jugendlichen über die nötige technische Ausstattung verfügen. Manchmal können nicht alle Teilnehmenden auf Headsets und Webcams zurückgreifen und sich daher nur per Chat beteiligen – doch auch diese Möglichkeit kann sehr gut funktionieren. Entscheidend ist, vor Beginn der Veranstaltung informiert zu sein, um die Methoden entsprechend anpassen zu können und alle Teilnehmenden über die unterschiedlichen Funktionen aktiv einzubinden.

Zudem sollte, je nach Setting, der Einrichtung beziehungsweise den Teilnehmenden ein Technik-Testtermin im Vorfeld des Seminars angeboten werden. So können die Kinder und Jugendlichen alles einmal ausprobieren, fühlen sich sicher und sind bestens auf die Online-Veranstaltung vorbereitet.

Auf diese technischen Stolpersteine sollten Sie achten

Damit während der Online-Veranstaltung alles gut funktioniert, sollten Sie sich vor Beginn mit typischen Fehlerquellen befassen. Häufig haben Teilnehmende beispielsweise Probleme damit, ihre Kamera oder ihr Mikrofon zu aktivieren. Manche Videokonferenzsysteme funktionieren zudem nur mit bestimmten Browsern einwandfrei.

Am besten ist es, wenn Sie sich rechtzeitig gezielt zum jeweiligen Videokonferenzsystem informieren. Denn: Die Unterschiede sind groß. Im Internet finden Sie FAQs zu den verschiedenen Tools, die Ihnen bei der Vorbereitung helfen, zum Beispiel hier zu Teams, zu Zoom und zu BigBlueButton.

Lilly Werny