Wann WhatsApp nervt

„WhatsApp hat halt einfach jeder“ hat eine 12-Jährige dem ACT ON!-Monitoring Team erklärt. Damit wird die Kommunikations-App nahezu zur „Pflicht“ für den schnellen Austausch im Freundeskreis oder in der Familie. Und dies obwohl die Jugendlichen den ACT ON!-Forscherinnen einige Nachteile der App nennen: Beispielsweise lässt sich die Lesebestätigung nicht abschalten, so dass sich sozialer Druck aufbauen kann, auf gelesene Nachrichten auch zu reagieren. Auch der Datenschutz lässt aus Sicht der Jugendlichen zu wünschen übrig. Aber auch von ihren Freunden erwarten die Heranwachsenden einen sorgfältigeren Umgang mit ihren Kontaktdaten, damit sie keine WhatsApp-Nachrichten von Fremden bekommen. Das empfinden sie nämlich häufig als unangenehm bis belästigend. Daher wünschen sich die Jugendlichen erst einmal gefragt zu werden, bevor die eigene Telefonnummer im Bekanntenkreis weitergegeben wird oder bevor sie zu großen WhatsApp-Gruppen hinzugefügt werden, in denen sich nicht alle Leute gegenseitig kennen. Der Umgang mit Kontaktdaten erweist sich also ein wichtiges Thema für Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis.