Die zweite Säule des Projekts ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online bildete die Monitoring-Studie. Sie eruierte die Perspektive von Zehn- bis  14-Jährigen auf aktuelle Medienphänomene und ihre diesbezüglichen Schutz-, Informations-  und Unterstützungsbedürfnisse. Die Ergebnisse liefern fundierte Hinweise für die Weiterentwicklung von pädagogischen Modellen zur Medienkompetenzförderung und Grundlagen für  den Jugendmedienschutz.

Die Monitoring-Studie geht dabei folgenden Fragen nach:

  • Welche Online-Angebote stehen aktuell bei den 10- bis 14-Jährigen hoch im Kurs?
  • In welcher Weise nutzen sie die Online-Angebote?
  • Wie schätzen sie Online-Angebote in Hinblick auf Risiken ein?
  • Welche Strategien haben sie im Umgang mit Online-Risiken entwickelt?
  • Welche Unterstützung wünschen sie sich in Bezug auf Online-Risiken?

In der Monitoring-Studie kamen qualitative Erhebungsmethoden in Kleingruppen zum Einsatz. Es wurden ca. 100 Heranwachsende pro Jahr befragt. In den Jahren 2015 und 2017 stand die Altersgruppe der Zwölf- bis 14-Jährigen im Zentrum, in den Jahren 2016 und 2018 die der Zehn- bis Zwölfjährigen. Die Zwischenergebnisse wurden in Form von Short Reports veröffentlicht. Die Veröffentlichungen können nachfolgend gelesen und heruntergeladen werden.

Ergebnisse Projektjahr 2017 / 2018

Short Report #4: „... und schreibt mal einfach in die Kommentare #Schüler!“

 Der vierte ACT ON! Short Report ist erschienen

In vorangegangenen Befragungen der ACT ON!-Monitoringstudie waren Hinweise aufzufinden, dass 10- bis 14-jährige Heranwachsende sich in vielerlei Hinsicht an den YouTube-Stars orientieren, ohne dass in diesen relativ breit angelegten Befragungen Indizien für eine kritische Auseinandersetzung mit den bewunderten Youtuberinnen und Youtubern zu erkennen waren. Um diesen Hinweisen in späteren Befragungen vertieft nachzugehen, wurde eine vorbereitende problemorientierte Medienanalyse durchgeführt, deren Ergebnisse in diesem Short Report Nr. 4 hiermit vorliegen.

SHORT REPORT #4 (pdf 1,33 MB)

Ein kleiner Einblick kann zudem in den regelmäßig veröffentlichten Dossiers zu exemplarisch analysierten Youtuberinnen und Youtuber gewonnen werden. Es wurden Youtuberinnen und Youtuber ausgewählt, die in der Altersgruppe der Zehn- bis Vierzehnjährigen populär sind.

Ergebnisse Projektjahr 2015 / 2016

Short Report #1: „WhatsApp ist auf jeden Fall Pflicht“

 Erster ACT ON! Short Report erscheint

Ausgewählte Ergebnisse der Monitoringstudie zum Umgang 12- bis 14- Jähriger mit Online-Angeboten und den damit verbundenen Risiken erscheinen im ersten ACT ON! Short Report: Die Jugendlichen halten eine Vielzahl von Apps und Angeboten für unentbehrlich. Sie sind jedoch – auch durch öffentliche Diskussionen – über deren kommerzielle und rechtliche Strukturierung in vielen Fällen verunsichert. Großenteils fehlt es ihnen an Hintergrundwissen, um aus den Diskussionen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Zweifelsfall orientieren sie sich am Online-Handeln ihrer Freunde; dennoch findet hier zu wenig Austausch über soziale Konventionen des Online-Handelns statt. Der erste Short Report legt den Fokus auf die thematisierten Online-Angebote und den Persönlichkeitsschutz.

SHORT REPORT #1 (pdf 512 KB)

Short Report #2: „... dann sollte man gar nicht erst ins Internet, weil sie da mit Daten machen, was sie wollen.“

Der zweite ACT ON! Short Report ist ebenfalls erschienen.

Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren bewegen sich keineswegs so risikofreudig und unbefangen im Internet, wie häufig unterstellt wird. Vielmehr sind sie sich einer ganzen Reihe von Risiken bewusst, bis hin zu konkreten Befürchtungen, z.B. in Bezug auf die Verwertung von Daten durch Dritte oder Online-Mobbing. Allerdings können sie manche Risiken nicht realistisch einschätzen. Bei Risiken im Bereich des Persönlichkeitsschutzes fällt es den Jugendlichen schwer die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas auseinander zu dividieren. Sie greifen unterschiedliche Phänomene auf und vermischen diese stark. Grob lassen sich solche Risiken, deren Quelle die Jugendlichen bei anderen Akteuren verorten, von solchen unterscheiden, die sie den Online- Angeboten oder dem eigenen Handeln zuschreiben. Der zweite Short Report fokussiert dementsprechend auf Fragestellungen im Bereich der Online-Kommunikation und des Persönlichkeitsschutzes aus Sicht der Heranwachsenden.

SHORT REPORT #2 (pdf 406 KB)

Short Report #3: „... dieser Youtuber, der hat ganz viele krasse Maps bei Minecraft gefunden“

Der dritte ACT ON! Short Report ist nun ebenfalls erschienen.

Die befragten 10- bis 12-Jährigen verfügen überwiegend über ein eigenes Smartphone und kennen – häufig aus eigener Nutzungspraxis – eine Vielzahl von Online-Angeboten. Allerdings bewegen sie sich im Umgang damit durchaus noch auf Neuland und suchen nach Orientierung, welche Angebote und Nutzungsweisen zu empfehlen oder besser zu meiden sind.

  • Die Kinder sind insofern risikobewusst, als sie in den Bereichen Schutz der Persönlichkeit, Marktteilnahme und technische Risiken verunsichert sind.
  • Um mit den Risiken souverän umzugehen und dabei nicht allein auf Informationen von YouTube-Stars angewiesen zu sein, brauchen die Heranwachsenden zusätzliche Orientierungshilfen.
  • Insbesondere für eine kritische Reflexion des auf YouTube Gebotenen benötigen die Kinder Anregung und Unterstützung.
  • Die Orientierung der Kinder an ihren Youtube-Lieblingen ließe sich jedoch auch für medienpädagogische Konzepte nutzen, die beliebte Youtuberinnen und Youtuber in ihrer Verantwortung als Vorbilder im Umgang mit Online-Medien einbeziehen und sie für die Bedürfnisse und Überforderungen ihrer jungen Zielgruppe sensibilisieren.
  • Um hierfür zugkräftige Modelle zu entwickeln, fehlt als Grundlage jedoch vertiefendes Wissen. Vor allem in Bezug auf die Orientierungsfunktion der Youtube-Stars ist weiter-gehender Forschungsbedarf festzustellen: So fehlt es zum einen in allen Youtube-Genres an tiefergehenden Rezeptionsstudien, zum anderen – insbesondere im Bereich Comedy und Let’s Play – an aktuellen darauf bezogenen Inhaltsanalysen, die relevante Youtube-Kanäle systematisch analysieren.

SHORT REPORT #3 (pdf 1.145 KB)

Schlussreport Projektjahr 2015/2016

Schlussreport Act On! Part I