15. Dezember 2022 | Praxis

Bilder-Info-Check

Die Jugendlichen setzen sich damit auseinander, welche Informationen über Social-Media-Postings über die jeweilige Person verbreitet werden könnten und welche Konsequenzen das hat. Sie produzieren eine Audiokampagne, um andere Jugendliche  aufzuklären.

Kurzbeschreibung
Jugendliche analysieren ausgewählte Bilder aus Social-MediaAngeboten und sprechen darüber, was diese über die darauf abgebildeten Personen aussagen und wie diese Informationen von anderen genutzt werden könnten. Auf Grundlage der besprochenen Ergebnisse erstellen die Jugendlichen eine AudioAufklärungskampagne für Gleichaltrige.
Themen & Inhalte
Sicherheit im Netz, Reflexion des Umgangs mit privaten Informationen im Netz, Sensibilisierung für Taktiken von Groomer*innen, Erstellung eines eigenen Medienproduktes
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren
Gruppengröße
10 – 20 Personen (maximal 3 Personen pro Kleingruppe)
Zeitlicher Rahmen
80 Minuten (20 Min. Diskussion, 40 Min. Audioproduktion, 20 Min. Präsentation mit Auswertungsgespräch)
Material- und Technikbedarf
Laptop, Beamer, Boxen, ausgesuchtes Bildmaterial (z. B. über PowerPoint), Aufnahmegeräte, alternativ: Smartphone/Tablet mit Aufnahmefunktion oder Audio-App (z. B. Alon Dictaphone, DolbyOn)

Ablauf

Erarbeitung

Zu Beginn zeigt die Lehrperson den Jugendlichen verschiedene Bilder, die so auf SocialMedia-Profilen erscheinen könnten. Es handelt sich um – auf den ersten Blick – harmlose Bilder von Jugendlichen in ihrem Alltag. (Im Anhang finden Sie eine Auswahl an möglichen
Bildern.)

Bei der Recherche nach geeigneten Bildern helfen Ihnen zudem folgende Merkmale. Bitte berücksichtigen Sie den Persönlichkeitsschutz der abgebildeten Personen; ggf. können Gesichter unkenntlich gemacht werden. Auf jedem Bild sollte ein junger Mensch zu sehen sein.

  • Poster der Lieblingsband im Hintergrund, Trikots von Sportvereinen, Haustiere
  • Sportliche Aktivität oder andere Hobbies
  • Adressen, Straßenschilder, Gärten, Gebäude im Hintergrund, Schuluniform
  • Vernetzte Profile wie Freund*innen, Sportvereine, Jugendclubs
  • Markierungen des Ortes, an dem sich die Person aufhält wie das Lieblings -Café,
    Schwimmbad, Sportplatz etc.

Information

Bilder finden Sie zum Beispiel bei pixabay.com oder pexels.com. Beachten Sie die angegebenen Nutzungsrechte.

Die Jugendlichen finden sich zu zwei zusammen und erhalten jeweils ein Bild. Sie tauschen sich darüber aus, wie sie das Bild wahrnehmen und was es über die jeweils abgebildete(n) Person(en) preisgibt. Im Plenum stellen die Teams ihr Bild und ihren Eindruck vor. Anschließend versuchen die Teilnehmenden gemeinsam zu klären, warum es gefährlich sein kann, wenn andere, vor allem Fremde, diese Informationen haben und wie diese Informationen von anderen genutzt werden könnten. Folgende Aspekte könnten u. a. angesprochen werden:

  • Preisgabe von Informationen für Cybergroomer*innen
  • Anlass für (Cyber-)Mobbing
  • Preisgabe privater Informationen, die sehr persönlich sind (z. B. Krankheit)

Information

Es ist sinnvoll, dass die Jugendlichen sich bereits mit Cybermobbing und ggf. auch Cybergrooming auseinandergesetzt haben. Auf unserem Projektblog finden Sie einen Hintertext zu Cybergrooming. Für die Beschäftigung mit Cybermobbing empfehlen wir das umfangreiche Material von klicksafe.

Grundlagentext zu Cybergrooming auf act-on.jff.de
Cybermobbing-Themenseite von klicksafe

Medienproduktion

Anschließend geht es um die Umsetzung einer eigenen Medienproduktion. Die Jugendlichen erstellen in Kleingruppenarbeit (von ca. 3 Personen) eine Aufklärungskampagne für Gleichaltrige in Form einer Audioaufnahme. Dies kann ein Expertinnen-Interview sein (wobei die Expertinnen hier die Jugendlichen selbst sind), eine Nachrichtensendung oder ein (Wissens-) Podcasts, in dem die Jugendlichen im Gespräch über das Thema aufklären. Vorab gilt es zu besprechen, was eine Kampagne ist und wofür diese durchgeführt werden (Menschen zu einem Thema informieren und zum Mitdenken und/oder Mitmachen bewegen). Zudem sollte vorab im Plenum erläutert und an einem Beispiel geübt werden, wie die Audioproduktion erfolgt.

Die Jugendlichen haben 40 Minuten Zeit für ihre Audioproduktion. Es ist hilfreich, sich zunächst zu überlegen, wie genau sie vorgehen wollen und was ihnen dabei wichtig ist (Format, Thema, Zielsetzung, Ansprache).

Nach Erstellung der Audioprodukte können diese gemeinsam angehört und besprochen werden.

Information

Für Gruppen, die sich schon kennen: Im Anschluss an das Gespräch im Plenum können die Jugendlichen auch in Kleingruppen von zwei Personen immer gegenseitig das Profil (zum Beispiel TikTok) der jeweils anderen Person checken und rückmelden, was sie dort über diese erfahren. Diese Methode eignet sich allerdings nur für Gruppen, die bereits untereinander vernetzt sind. Niemand sollte sein oder ihr Profil anderen zur Verfügung stellen müssen.

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