Digitales Brainstorming und Mindmapping mit Flinga

10. Dezember 2020

Mithilfe des Tools Flinga können auf einer digitalen Leinwand kollaborativ Gedanken gesammelt und Inhalte strukturiert werden. Die Bedienung funktioniert intuitiv – das Tool eignet sich sehr gut für den Einsatz mit Kindern und Jugendlichen. 


Flinga ist ein nützliches Tool, das in medienpädagogischen Workshops mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann, um gemeinsam zu brainstormen und Mindmaps zu erstellen. Mehrere Personen können zur gleichen Zeit an einer Art digitalen Leinwand arbeiten. In diese Leinwand lassen sich neben Texten zum Beispiel auch Bilder und Links einbetten. Je nach Umgebung können Elemente verschoben und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich sowohl in Offline-, als auch in Online-Workshops, Ideen sammeln sowie Inhalte reflektieren und übersichtlich darstellen. Die Teilnehmer*innen können bei der Visualisierung ihrer Gedanken kreativ werden.  

Für den Einsatz mit Kindern und Jugendlichen ist Flinga neben den vielfältigen Funktionen vor allem wegen der intuitiven Bedienung und der übersichtlichen Darstellung sehr gut geeignet. Die Teilnehmenden müssen sich zum Bearbeiten nicht anmelden oder eine Anwendung installieren – lediglich die Person, die Flinga einrichtet, benötigt einen Account. Das Tool kann einfach und datenschutzfreundlich über den Browser genutzt werden, sodass keine personenbezogenen Daten, wie Name oder E-Mail-Adresse der Teilnehemenden, erhoben werden. Den Workshop-Teilnehmer*innen kann dann, je nach Vorliebe, über einen Code, einen Link oder einen QR-Code der Zugriff ermöglicht werden.  

Zwei Umgebungen stehen zur Verfügung  

Beim Einrichten eines Boards stehen zwei Umgebungen zur Auswahl, die Flinga Wall und das Flinga Whiteboard 

Die Wall ist in erster Linie eine simple Umgebung zum Brainstormen. Es können neue Textfelder in unterschiedlichen Farben angelegt sowie Links und Bilder eingefügt werden. Die einzelnen Beiträge können geliked und als Kästchen oder Liste dargestellt werden.  

Beispiel für eine Flinga-Wall. Bildquelle: Screenshot von flinga.fi

Das Flinga Whiteboard bietet noch mehr Möglichkeiten und eignet sich perfekt zum Erstellen von Mindmaps. Es gibt beispielsweise eine große Auswahl an Darstellungsformen – Texte können als Kästchen, Kreise, Titel oder Untertitel visualisiert werden. Namen können als Personen dargestellt werden, in Form von kleinen Figuren. Wie bei der Wall lassen sich die Farben ändern sowie (Hintergrund-)Bilder und Links einfügen. Die Elemente können in dieser Umgebung verschoben, angeordnet und miteinander in Beziehung gesetzt werden, zum Beispiel durch Pfeile. Darüber hinaus bietet der Stift-Icon die Möglichkeit zum freien Zeichnen. So entstehen digitale, gemeinschaftliche und kreative Tafelbilder.

Beispiel für ein Flinga-Whiteboard, Bildquelle: Screenshot von flinga.fi 

Einstellungs- und Speichermöglichkeiten

In beiden Umgebungen lassen sich Einstellungen vornehmen, die die Möglichkeiten der Teilnehmer*innen zum Bearbeiten einschränken – zum Beispiel kann festgelegt werden, dass nur eigene Inhalte verändert werden können, nicht die der anderen. Es können auch einzelne Objekte für die Bearbeitung gesperrt werden.

Zur Präsentation lassen sich die Elemente, je nach Umgebung und Darstellung, auch als Slideshow anzeigen und gemeinsam anschauen. Nach der Fertigstellung können die Inhalte exportiert und gespeichert werden, sodass die Ergebnisse nicht verloren gehen.

Pädagogischer Einsatz

Flinga kann in pädagogischen Settings beispielsweise dafür genutzt werden, einen Einstieg in ein neues Thema zu finden. Mithilfe der Wall und einer Fragestelltung wie “Was bedeutet Thema XY für euch?” können die Schüler*innen all ihre Ideen und Gedanken sammeln. Die pädagogische Fachkraft kann diese zeitgleich strukturieren und anordnen.

Das Flinga Whiteboard ermöglicht die tiefergehende Analyse einer Fragestellung. Rollen, Muster und Abläufe können hier gut dargestellt werden. Die Teilnehmenden werden aktiv an der Erstellung eines Tafelbildes beteiligt, was ein effizientes Lernen fördert.

Darüber hinaus eignet sich das Tool optimal für die Arbeit in Kleingruppen. Die Teilnehmenden werden dabei in Gruppen eingeteilt, erhalten eine Fragestellung und arbeiten diese mit Flinga auf. Anschließend präsentieren sie den anderen Teilnehmenden ihre Ergebnisse anhand ihrer Wall/ihres Boards.

Weitere Einsatzmöglichkeit sind das Sammeln von Rechercheergebnissen oder die Reflexion von Themen in Einzelarbeit beziehungsweise als Hausaufgabe (gerade im Distanzunterricht gut umzusetzen). So können die Teilnehmenden beispielsweise alle wichtigen Informationen zu einem Thema recherchieren und auf Flinga.fi zusammentragen oder ihre Gedanken kreativ mithilfe eines Boards visualisieren.

Lilly Werny