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3. September 2026 |

Content Creator*innen-Check

Kurzbeschreibung
Die Teilnehmenden setzen sich mit verschiedenen Beiträgen von Content Creator*innen auf Instagram auseinander. Die Methode eignet sich besonders als Einstieg in die Auseinandersetzung mit Social Media, um erste Einblicke in die Interessen, Faszinationen und Reflexionsprozesse der Teilnehmenden zu gewinnen.
Themen & Inhalte
Soziale Netzwerke, Content Creator*innen, Influencer*innen, Selbstdarstellung im Internet, Medienkritik, Rollenbilder, persönliche Wahrnehmung, Diskussion und Reflexion
Zielgruppe
Jugendliche, pädagogische Fachkräfte
Gruppengröße
Die Methode eignet sich für Kleingruppen sowie für Gruppen im Klassen- oder Workshopformat.
Zeitlicher Rahmen
Ca. 20–45 Minuten (abhängig von Gruppengröße und Intensität der Diskussion)
Material- und Technikbedarf
ausgedruckte Instagram-Beiträge verschiedener Content Creator*innen (die Auswahl und der Ausdruck der Beiträge erfolgen im Vorfeld durch die Workshop-Leitung), ggf. Moderationskarten oder Notizzettel für Gedanken und Beobachtungen

Vorbereitung

Für die Methode werden im Vorfeld Screenshots von Instagram-Beiträgen bekannter Content Creator*innen ausgewählt und ausgedruckt. Die Auswahl sollte möglichst vielfältig sein und Themen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen aufgreifen, beispielsweise Hobbys und Freizeit, Schönheitsideale, Familienleben, Gaming, Sport, Musik oder prominente Persönlichkeiten. Eine Orientierung darüber, welche Creator*innen aktuell relevant sind, kann beispielsweise die Website Nindo.de bieten.

Tipp

Wenn möglich, kann bereits im Vorfeld bei den Jugendlichen nachgefragt werden, welchen Content oder welche Creator*innen sie aktuell verfolgen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Beiträge Wiedererkennungswert haben und einen lebendigen Austausch anregen.

Je nach Schwerpunkt des Workshops können sowohl die Auswahl der Beiträge als auch die Reflexionsfragen gezielt angepasst werden. Mögliche Themen sind beispielsweise Sharenting, Desinformation, Diversität, Schönheitsideale oder Werbung auf Social Media.

Ablauf

Zu Beginn werden den Teilnehmenden verschiedene ausgedruckte Instagram-Beiträge von unterschiedlichen Content Creator*innen präsentiert. Die Beiträge können unterschiedliche Themen, Darstellungsformen und Inhalte zeigen.

Anschließend wählen die Teilnehmer*innen jeweils einen Beitrag aus, zu dem sie spontan etwas sagen möchten. Dabei kann es sich um einen Beitrag handeln, der ihnen besonders gut gefällt, oder auch um einen Beitrag, der kritisch gesehen wird oder negative Gefühle auslöst.

Anschließend beginnt eine gemeinsame Austauschrunde. Jede Person stellt ihren ausgewählten Beitrag vor und erzählt, was sie damit verbindet und warum sie sich dafür entschieden hat. Gemeinsam wird betrachtet, welche Eindrücke, Meinungen und Fragen bei den anderen Teilnehmenden entstehen.

Folgende Reflexionsfragen können den Austausch unterstützen:

  • Was fällt dir an diesem Beitrag als Erstes auf?
  • Was fasziniert dich an dem Beitrag?
  • Was gefällt dir nicht daran?
  • Gibt es etwas, das du kritisch siehst?
  • Warum hast du genau diesen Beitrag ausgewählt?
  • Kennst du den/die Content Creator*in? Welchen Eindruck hast du von ihr oder ihm?
  • Wirkt die Darstellung auf dich authentisch? Warum oder warum nicht?
  • Welche Gefühle oder Gedanken löst der Beitrag bei dir aus?
  • Glaubst du, dass andere Menschen den Beitrag anders wahrnehmen könnten?

Die Reflexionsfragen können je nach Schwerpunkt angepasst und um weitere Fragen zu spezifischen Themen ergänzt werden.

Reflexion

Zum Abschluss können die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Beiträge reflektiert werden. Dabei kann deutlich werden, dass verschiedene Personen Inhalte auf Social Media unter Umständen unterschiedlich wahrnehmen beziehungsweise bewerten, und welche Rolle eigene Erfahrungen, Interessen und Erwartungen dabei spielen.

Die Methode ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg in das Thema Social Media, indem sie an den Interessen und Erfahrungen der Teilnehmenden anknüpft. Durch die Auswahl und das Besprechen der Beiträge erhält die Fachkraft einen ersten Eindruck davon, welche Inhalte und Personen für die Zielgruppe relevant sind, was die Teilnehmenden an bestimmten Beiträgen fasziniert oder irritiert und welche Rolle Content Creator*innen in ihrem Alltag spielen. Die Auseinandersetzung kann dabei auch einen Anlass bieten, die wahrgenommene Nähe zu Content Creator*innen genauer zu betrachten und zu hinterfragen, inwiefern diese mit kommerziellen Interessen verbunden sein kann. Dieser Artikel zu parasozialen Beziehungen als Geschäftsmodell bietet hierzu einen ergänzenden Impuls.

Erstmals veröffentlicht am 03.09.2026

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