27. April 2026 |

Counter-Speech-Memes

Ausgangspunkt für diese Methode ist das beliebte Online-Format Memes. Die Jugendlichen setzen sich mit Hate Speech auseinander und erstellen eigene Memes, um der Hetze im Netz etwas entgegen zu setzen.

Kurzbeschreibung
Counter Speech Memes erstellen und sich so kreativ und lösungsorientiert mit Hate Speech auseinandersetzen
Themen & Inhalte
Vertiefung des Themas Hate Speech, Position beziehen und argumentieren, Gruppenarbeit
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren
Gruppengröße
Beliebig
Zeitlicher Rahmen
Ca. 90 Minuten
Material- und Technikbedarf
Smartphones oder Tablets, App Mematic, evtl. Bildbearbeitungsapp z. B. PicsArt

Ablauf

Im Rahmen dieser Methode entwickeln Kinder und Jugendliche eigene Counter Speech Memes und setzen sich auf diese Weise lösungsorientiert und kreativ mit Hate Speech auseinander. Zudem lernen sie, eine eigene Position zu beziehen und diese durch Argumente darzulegen.

Das Prinzip von Memes ist einfach: Bilder, GIFs oder Videos werden mit einem kurzen Text – eine Art Slogan – kombiniert. Dadurch entsteht eine bestimmte Bedeutung. Mit Counter Speech (auf deutsch: Gegenrede) Memes setzen User*innen sich mit Humor und/oder starken Argumenten gegen Hass und Diskriminierung im Netz ein und unterstützen damit einzelne Betroffene oder ganze Gruppen.

Schritt 1:

Die Teilnehmerinnen werden in Kleingruppen eingeteilt, in denen sie zunächst ein Konzept für ihr Meme erstellen. Es sollte eine klare Botschaft transportieren und eine schlagfertige Antwort sein, z. B. auf Hate Speech, rassistische Bemerkungen oder diskriminierende Äußerungen. Fragen helfen bei der Erstellung:

  • Wogegen richtet sich das Counter Speech-Meme? Bei welcher Art von Äußerung oder Inhalt kann es eingesetzt werden?
  • An wen richtet sich das Meme (Zielgruppe)?
  • Was ist die Botschaft? Was soll damit bewirkt werden?
  • Welche Emotionen soll es auslösen?

Tipp

Zur Inspiration können den Teilnehmer*innen einige Counter Speech Memes der Website no-hate-speech.de gezeigt werden.

Schritt 2:

Anschließend wird der ein- oder zweizeilige Text, der später am oberen oder unteren Rand des Bildes zu sehen sein wird, mithilfe eines Brainstormings verfasst. Er sollte kurz, knackig sowie leicht zu verstehen sein und keine Missverständnisse bei der*dem Betrachter*in auslösen. Er kann einen Bezug zu Filmen, Serien, Games oder ähnlichem haben.

Schritt 3:

Haben sich die Teilnehmer*innen für einen Text entschieden, gestalten sie dazu ein Bild, das ihre Botschaft unterstreicht. Dabei können sie selbst kreativ werden. Möglichkeiten zur Gestaltung sind zum Beispiel, dass die
Gruppe sich selbst oder andere Menschen (selbstverständlich mit Einverständnis) fotografiert, außerdem können Gegenstände abgelichtet oder Bild-Collagen erstellt werden. Auch Zeichnungen sind möglich. Das Bild sollte wie der Text einfach zu verstehen sein. Ist die Fotografie angefertigt, kann das Bild noch mithilfe einer Bildbearbeitungsapp, wie beispielsweise PicsArt, bearbeitet werden.

Schritt 4:

Nun wird das Meme mithilfe der App Mematic erstellt, sprich Bild und Text werden darin zusammengefügt. Die Teilnehmer*innen können bei Mematic unter „New Meme“ -> „Popular“ beliebte Meme-Bilder auswählen und so ausprobieren, ob ihr Text auch noch zu einem anderen Bild passen würde. Auf diese Weise können verschiedene Versionen getestet werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Bilder aus der Rubrik „Popular“ aus urheberrechtlichen Gründen nur für den persönlichen Gebrauch gedacht sind. Gerade wenn die Memes später veröffentlicht werden sollen, bleiben die Teilnehmer*innen daher besser bei ihren
eigenen, selbst fotografierten Bildern.

Schritt 5:

Zum Abschluss stellen die Kleingruppen ihre Memes im Plenum vor.

Ähnliche Beiträge