Die Jugendlichen setzen sich mit ihrer Selbst-und Fremdwahrnehmung in sozialen Netzwerken auseinander und reflektieren, ob diese Wahrnehmungen deckungsgleich sind. Dazu werden Profile von Influencer*innen untersucht.
Ablauf
Es bietet sich an die Jugendlichen vorab zu fragen, auf welchen Social-Media-Plattformen sie aktiv sind und/oder Inhalte rezipieren. Daran anknüpfend wird sich auf eine Plattform/App verständigt, auf der Profile analysiert werden. Ist eine Befragung vorab nicht möglich, wählt die Fachkraft eine Plattform aus. Vor dem Workshop sucht die Fachkraft für jede Kleingruppe ein öffentliches Profil auf der Plattform heraus.
Zu Beginn überlegt jeder Teilnehmende in Einzelarbeit, welche Eigenschaften sie*ihn als Mensch auszeichnen und wie sie*er selbst in sozialen Netzwerken wirken möchte/wahrgenommen werden möchte. Die Erkenntnisse werden schriftlich festgehalten. Nun finden sich die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen (max. 4 Personen pro Kleingruppe) zusammen und erhalten jeweils ein öffentliches SocialMedia-Profil sowie ein Gerät (Tablet oder Laptop) mit Internetzugang (bzw. verwenden ihr eigenes Mobilgerät). Die Profile werden eingehend studiert und analysiert. Folgende
Leitfragen können die Diskussion anregen:
- Was denke ich über die Person, wenn ich nur ihr Profil sehe?
- Welche Eigenschaften weise ich ihr automatisch zu?
- Ist mir die Person sympathisch oder unsympathisch? Woran liegt das?
Jede Gruppe hält ihre Ergebnisse schriftlich fest. Die Gruppendiskussion sowie die Aufzeichnungen zur gewünschten Selbstdarstellung im Internet sollen den abschließenden persönlichen Reflexionsprozess der Kinder und Jugendlichen anregen. Dafür untersucht jeder Teilnehmende ihren*seinen eigenen Social-Media-Account dahingehend, inwieweit die tatsächliche Darstellung von der gewünschten Selbstdarstellung in dem sozialen
Netzwerk-Dienst abweicht. Gibt es Hinweise auf starke Differenzen zwischen der Selbstund Fremdwahrnehmung bei den Kindern und Jugendlichen im Internet? Diesen Beobachtungen und Reflexionen kann abschließend in großer Runde Raum gegeben werden.
Info
Alternative: Statt der Analyse öffentlicher Profile in Kleingruppen können die eigenen Social-Media-Profile in Zweiergruppen gegenseitig bewertet werden. Dafür notiert jede*r die eigenen Gedanken und gleicht sie anschließend mit der Selbstwahrnehmung seines*ihres Gegenübers in sozialen Medien ab. Mit dieser Option sollte allerdings sehr sensibel bezogen auf die Teilnehmenden umgegangen werden.



