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10. September 2026 |

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Kurzbeschreibung
Die Kinder und Jugendlichen finden sich in Kleingruppen zusammen und analysieren die Bilder ihrer Lieblingsprofile auf Instagram oder anderen gern genutzten Social-Media-Apps. Dabei reflektieren die Teilnehmenden die Wirkungen der Accounts.
Themen & Inhalte
Social Media, Reflexion, Rollenbilder, Gruppenarbeit, Geschlechterstereotype, kommerzielle Strukturen
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße
ca. 30 Teilnehmer*innen, 2–4 Personen pro Kleingruppe
Zeitlicher Rahmen
30 bis 45 Minuten plus Anschlussgespräch
Material- und Technikbedarf
ein Smartphone/Tablet pro Kleingruppe, Laptop, ggf. Beamer

Ablauf

Die Teilnehmenden bilden Kleingruppen à zwei bis vier Personen und sammeln ihre Lieblingsprofile auf einer anderen Social Media-Plattform, auf die sich im Vorhinein geeinigt wird.

Wenn sie über eine Internetverbindung verfügen, können die Teilnehmer*innen ihre eigenen Smartphones oder Tablets verwenden, um die Accounts zu suchen. Hierbei ist zu beachten, dass auf Instagram mittlerweile eine Anmeldung erforderlich ist, um Bilder aufzurufen. Die Fachkraft sollte daher vorsichtshalber einen Account erstellen, der genutzt werden kann, wenn in einer Kleingruppe niemand über einen Account verfügen sollte. Die Bilder dieser Accounts werden nun innerhalb der jeweiligen Kleingruppen analysiert.

Info

Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, kann alternativ ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Social Media-Plattformen spannend sein. Die Fachkraft kann den Teilnehmenden verschiedene Plattformen zur Auswahl stellen (z. B. Instagram, TikTok und YouTube). Wichtig ist dabei, dass es sich um Plattformen handelt, auf denen öffentliche Profile analysiert werden können. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Snapchat sind für diese Methode nicht geeignet. Die Teilnehmenden ordnen sich anschließend ihren Lieblingsplattformen zu und analysieren in Kleingruppen ihre jeweiligen Lieblingsprofile. In der Abschlussdiskussion werden bei dieser Alternative zusätzlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Darstellungsformen und Funktionsweisen der Plattformen erarbeitet.

Wenn es sich um jüngere Teilnehmer*innen handelt, können den Kleingruppen folgende Leitfragen an die Hand gegeben werden, um sie bei der Analyse zu unterstützen:

  1. Welche Art von Inhalten werden auf dem Account veröffentlicht?
  2. Warum werden solche Inhalte gewählt? (mögliche Antworten: Klicks, Aufmerksamkeit, Bestätigung, monetäre Gründe)
  3. Wie bekommt der Account Reichweite? (mögliche Antworten: Hashtags, provokante Bilder, Perfektion)

Info

Das Mindestalter für die Plattformen Instagram und TikTok liegt bei 13 Jahren. Viele Kinder nutzen diese jedoch schon früher. Im Rahmen eines Workshops sollte eine Nutzung der Plattformen für unter 13-Jährige aus rechtlichen Gründen dennoch nicht stattfinden. Sind die Teilnehmenden jünger als 13 Jahre, kann die Fachkraft vorab einige Profile heraussuchen, die an die Zielgruppe angepasst sind. So können sich die Kinder und Jugendlichen im geschützten Rahmen mit den Funktionsweisen und Inhalten der Plattformen auseinandersetzen.

Nachdem die Teilnehmenden die Profile analysiert haben und die Ergebnisse stichpunktartig festgehalten wurden, notieren alle Teilnehmenden für sich, welche Wirkung diese Bilder auf sie haben.

Folgende (und eigene von der Fachkraft formulierte) Leitfragen können bei der Analyse helfen:

  • Wie und warum gefallen mir die Fotos?
  • Ist die Person, die den Kanal betreibt, ein Vorbild für mich? Warum (nicht)?
  • Möchte ich selbst auch so aussehen oder gern ähnliche Fotos veröffentlichen?
  • Wie fühlt es sich an, die Bilder anzuschauen?

Abschließend werden die Ergebnisse im Plenum besprochen und diskutiert. Die unterschiedlichen Profile können per Beamer für alle visualisiert werden.

Erstmals veröffentlicht am 23.07.2023

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