27. April 2026 |

Ausgecheckt

In Kleingruppen werden die Bilder der Lieblingsprofile analysiert. Mit Hilfe von Leitfragen lernen die Kinder und Jugendlichen die Beweggründe, Handlungsmuster und Wirkungen der Accounts auf sie selbst kennen.

Kurzbeschreibung
Die Kinder und Jugendlichen finden sich in Kleingruppen zusammen und analysieren die Bilder ihrer Lieblingsprofile auf Instagram oder anderen gern genutzten Social-Media-Apps. Die Teilnehmenden lernen die Beweggründe, Handlungsmuster und Wirkungen der Accounts auf sie selbst kennen.
Themen & Inhalte
Soziale-NetzwerkDienste, kritische Auseinandersetzung, Diskussion, Rollenbilder, Gruppenarbeit, Geschlechterstereotype, kommerzielle Strukturen
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße
2-4 Personen pro Kleingruppe
Zeitlicher Rahmen
30 bis 45 Minuten plus Auswertungsgespräch
Material- und Technikbedarf
ein Smartphone /Tablet pro Kleingruppe, Laptop, ggf. Beamer

Ablauf

Die Teilnehmenden bilden Kleingruppen (max. 4 Personen pro Kleingruppe), in denen sie ihre Lieblingsprofile auf Instagram oder einer anderen Plattform sammeln. Wichtig ist, sich vorher auf eine Plattform zu einigen. Für die Accountanalyse können sie ihre eigenen Smartphones oder Tablets verwenden, insofern sie mit dem Internet verbunden sind. Die Recherche auf Instagram und TikTok funktioniert auch ohne Account. Dafür muss das entsprechende Profil über die Suchfunktion in den Browser eingegeben werden, über einen Link geht es dann zum Account. Die Bilder dieser Accounts werden nun innerhalb der jeweiligen Kleingruppen analysiert.

Info

Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, kann alternativ ein Vergleich zwischen unterschiedlichen sozialen Netzwerkdiensten spannend sein. Die Fachkraft kann den Teilnehmenden verschiedene Plattformen zur Auswahl stellen (zum Beispiel Instagram, TikTok und YouTube). Wichtig ist dabei, dass es sich um Plattformen handelt, auf denen öffentliche Profile analysiert werden können. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Snapchat sind für diese Methode nicht geeignet. Die Teilnehmenden ordnen sich anschließend ihren Lieblingsplattformen zu. In Kleingruppen analysieren sie ihre jeweiligen Lieblingsprofile. In der Abschlussdiskussion werden bei dieser Alternative zusätzlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Darstellungsformen und Funktionsweisen der Plattformen erarbeitet.

Je nach Alter können den Kleingruppen folgende drei Leitfragen an die Hand gegeben
werden, die bei der Analyse unterstützen:

  • Welche Art von Inhalten werden auf dem Account veröffentlicht?
  • Warum werden solche Inhalte gewählt? (mögliche Antworten: Klicks, Aufmerksamkeit, Bestätigung, monetäre Gründe)
  • Wie bekommt der Account Reichweite? (mögliche Antworten: Hashtags, provokante Bilder, Perfektion)

Info

Das Mindestalter für Plattformen wie Instagram, TikTok usw. liegt bei 13 Jahren. Viele Kinder nutzen diese jedoch schon früher. Im Rahmen eines Workshops sollte eine Nutzung der Plattformen für unter 13-Jährige aus rechtlichen Gründen dennoch nicht stattfinden. Sind die Teilnehmenden jünger als 13, kann die Fachkraft vorab einige Profile heraussuchen, die an die Zielgruppe angepasst sind. So können sich Kinder und Jugendliche im geschützten Rahmen mit den Funktionsweisen und Inhalten der Plattformen auseinandersetzen.

Nachdem die Kinder und Jugendlichen die Profile analysiert haben und die Ergebnisse stichpunktartig festgehalten wurden, notiert jeder Teilnehmende für sich, welche Wirkung diese Bilder auf sie*ihn haben. Folgende (und eigene von der Lehrkraft formulierte) Leitfragen können bei der Analyse helfen:

  • Wie und warum gefallen mir die Fotos?
  • Ist die Person, die den Kanal betreibt, ein Vorbild für mich? Warum (nicht)?
  • Möchte ich selbst auch so aussehen oder gern ähnliche Fotos veröffentlichen?
  • Wie fühlt es sich an, die Bilder anzuschauen?

Abschließend werden die Ergebnisse im Plenum besprochen und diskutiert. Die unterschiedlichen Profile können am Beamer für alle visualisiert werden.

Ähnliche Beiträge