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6. Juni 2024 | Aktuelles

KI-Bilder-Quiz

Hinweis

Diese Methode wurde ursprünglich 2024 konzipiert, da sich KI-Systeme jedoch sehr schnell weiterentwickeln, ist das Erkennen von KI-generierten Inhalten heute oft nur noch eingeschränkt möglich. Die Methode kann dennoch als niedrigschwelliger Einstieg dienen, um über KI-generierte Inhalte und ihren Einfluss ins Gespräch zu kommen.

KI-generiert oder Fotografie? Diese Frage stellen sich Kinder und Jugendliche im KI-Bilder-Quiz und lernen spielerisch mehr über KI-generierte Inhalte.

Kurzbeschreibung
In zwei Quizrunden analysieren Jugendliche verschiedene Bilder und bestimmen, ob diese von einer Künstlichen Intelligenz (KI) generiert wurden oder ob es sich um echte Fotos handelt. Sie raten Prompts und diskutieren über KI-generierte Bilder.
Themen & Inhalte
Erkennung von und Reflexion über KI-generierte Inhalte, Sensibilisierung für die Auswirkungen von KI auf die Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße
10 – 20 Personen
Zeitlicher Rahmen
ca. 45 Minuten
Material- und Technikbedarf
Laptop, Beamer, Bildschirm für die Präsentation der Bilder, Quiz-Vorlage optional: eigene Auswahl an Fotografien und KI-generierten Bildern (genutzte Prompts für Quizrunde 2 dokumentieren)

Ablauf

Das KI-Bilder-Quiz eignet sich als spielerischer Einstieg, um mit Kindern und Jugendlichen über künstliche Intelligenz im Allgemeinen zu sprechen, insbesondere aber zur Auseinandersetzung mit KI-generierten Inhalten.

Sollte der angegebene zeitliche Rahmen nicht zur Verfügung stehen, empfiehlt sich auch die Durchführung von nur einer der beiden Quiz-Runden. Ebenfalls kann die Reihenfolge der Quiz-Runden durch die Fachkraft variiert werden.

Runde 1: Fotografie oder KI?

Vorab stellt die Fachkraft eine Auswahl KI-generierter Bilder und echter Fotografien zusammen. Um Bilder zu generieren, eignen sich KI-Bild-Generatoren (siehe Infobox). Die Fotografien können auf lizenzfreien Bildplattformen (z. B. pexels.com oder pixabay.com) heruntergeladen und verwendet werden. Die Bilder werden in zufälliger Reihenfolge, beispielsweise in Form einer digitalen Präsentation oder als Bildergalerie, zusammengefügt. Alternativ zur eigenen Zusammenstellung kann diese Quiz-Vorlage genutzt werden.

Info

Zur Erstellung KI-generierter Bilder gibt es mittlerweile verschiedene Tools. Für die Quiz-Vorlage wurde der KI-Bildgenerator der Grafiksoftware Canva verwendet. Die Nutzung erfordert eine Anmeldung mit einer E-Mail-Adresse. Berechtigten Lehrkräfte steht mit Canva Education ein kostenloser Zugang zu den Premium-Funktionen von Canva zur Verfügung. Der Bildgenerator ist über diesen Link verfügbar.

Die Jugendlichen werden in Kleingruppen à maximal vier Personen aufgeteilt. Die Fachkraft präsentiert, z. B. über einen Beamer, nach und nach die Bilderreihe. Nach jedem Bild diskutieren die Jugendlichen in Kleingruppen über das gezeigte Bild und entscheiden anschließend, ob sie es für KI-generiert oder für eine echte Fotografie halten. Anschließend erfolgt die Auflösung, wobei die korrekten Antworten vorgestellt und von der Lehrperson kurz erläutert werden.

In der Quiz-Vorlage wurden die Bilder so ausgewählt, dass teilweise deutliche (z. B. Person mit sechs Fingern an einer Hand), teilweise aber auch kaum Hinweise (z. B. bei Abbildungen von Landschaften) erkennbar sind. Der Schwierigkeitsgrad des Quiz kann also jeweils an die Zielgruppe angepasst werden. Für jede richtig erratene Antwort erteilt die Fachkraft den Kleingruppen einen Punkt. Die Kleingruppe mit den meisten Punkten gewinnt.

Runde 2: Prompt it!

Info

Ein Prompt ist eine Anweisung oder ein Dateninput, den man einem KI-Tool gibt, um eine spezifische Reaktion oder ein Ergebnis zu erzielen. Diese Eingaben können in Form von Text, Bildern, Audiodateien oder anderen Medienformaten erfolgen. Die Form ist abhängig davon, was das verwendete Tool verarbeiten kann.

In Quiz-Runde 2 bestimmen die Jugendlichen Prompts in Form von Text, die zu den KI generierten Bildern führen könnten.

In der zweiten Runde werden den Jugendlichen ausschließlich KI-generierte Bilder präsentiert. Vorab erstellt die Fachkraft dabei über einen KI-Bild-Generator entsprechende Bilder und speichert die Prompts ebenfalls ab (z. B. über einen Screenshot). In der Quiz-Vorlage finden Sie diese Runde ebenfalls.

Die Fachkraft zeigt die Bilder wieder nacheinander. In Kleingruppen überlegen die Jugendlichen, mit welchem Prompt das Bild erstellt worden sein könnte. Pro richtig erratenem Prompt vergibt die Fachkraft wiederum einen Punkt.

Nach der Auflösung diskutieren die Jugendlichen mögliche Gründe, warum das KI-Tool aufgrund des gegebenen Prompts das jeweilige Bild generiert hat. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie KI-Tools Prompts interpretieren und in Bildinhalte umsetzen.

Praxisbeispiel

Nachdem die Jugendlichen den Prompt für das unten dargestellte KI-generierte Bild geraten haben, können sie nun auf Basis der Auflösung des korrekten Prompts über die möglichen Gründe diskutieren, warum das Tool das jeweilige Bild so generiert hat. Mögliche Gründe für den Zusammenhang zwischen dem unten dargestellten Prompt und dem KI-generierten Bild könnten sein:

  • Obwohl in dem Prompt „Lehrer, Schule, Mathe, Unterricht“ die männliche Form („Lehrer“) angegeben wurde, stellt das generierte Bild die Lehrkraft als weibliche Person dar. Was könnten mögliche Gründe dafür sein?
    • » Möglicherweise nimmt das KI-Tool an, dass Lehrkräfte an Schulen überwiegend weiblich sind. Da die Tools mit bestehenden Daten trainiert werden, beeinflussen diese die generierten Ergebnisse. Dann spricht man von einem sogenannten „Bias“ (Voreingenommenheit). Dieser sorgt dafür, dass die Rolle der Lehrkraft ausschließlich weiblichen Personen zugeschrieben wird. Künstliche Intelligenz kann also auch voreingenommen sein, weshalb wir in diesem Zusammenhang von datenbasierten Vorurteilen sprechen.

Die Fachkraft kann in diesem Zusammenhang auch weitere (vage oder konkrete) Anstöße als Diskussionsgrundlage für die Jugendlichen geben, wie z. B.:

  • Warum trägt die Lehrkraft eine Brille?
  • Was fällt bei der Betrachtung des dargestellten Klassenzimmers und den von der Lehrkraft hochgehaltenen Unterrichtsmaterialien auf?

Diskussion und Reflektion

Nach den beiden Runden findet eine Diskussion im Plenum statt, in der die Erfahrungen ausgetauscht und reflektiert werden. Dabei können die Jugendlichen auch über die Implikationen von KI-generierten Bildern in der Gesellschaft und deren Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Realität und Glaubwürdigkeit sprechen.

Hier finden Sie zudem einen Selbstlernkurs der Medien_Weiter_Bildung zum Einsatz Künstlicher Intelligenz im Rahmen medienpädagogischer Arbeit.

Erstmals veröffentlicht am 06.06.2024

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