3. September 2026 |

Medien-Emotionen würfeln mit Bezugspersonen

Die Methode Medien-Emotionen würfeln wird um Bezugspersonen als dritte Ebene erweitert.

Kurzbeschreibung
Der Bezugspersonen-Würfel erweitert die Methode Medien-Emotionen würfeln um eine soziale Dimension. Zusätzlich zum Medien- und Emotionswürfel wird ein dritter Würfel eingesetzt, der verschiedene Bezugspersonen abbildet. Die Teilnehmenden bringen die gewürfelten Ebenen miteinander in Verbindung und erzählen von eigenen Erfahrungen, Gedanken oder Situationen aus ihrem Alltag.
Themen & Inhalte
persönliche Mediennutzungsweisen und Medienerfahrungen, Emotionen, digitale Kommunikation, Freundschaft, Familie
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße
Kleingruppen à maximal sechs Personen
Zeitlicher Rahmen
mind. 10 Minuten zzgl. 10 Minuten für ein gemeinsames Reflexionsgespräch
Material- und Technikbedarf
Druckvorlage Bezugspersonen-Würfel (siehe Anhang), je drei Würfel pro Kleingruppe zzgl. Medien-Emotionen-Würfel

Ablauf

Nachdem die Gruppe die ursprüngliche Methode Medien-Emotionen würfeln kennengelernt hat, wird der Bezugspersonen-Würfel eingeführt.

Alle drei Ebenen zusammenzudenken ist zu Beginn gar nicht so einfach. Deshalb würfelt die Gruppe zunächst gemeinsam eine Bezugsperson. Diese gilt anschließend für alle Teilnehmenden. Danach würfeln die Spieler*innen wie gewohnt jeweils ein Medium und eine Emotion. Diese drei Ebenen bilden den Gesprächsanlass.

Beispiel: Geschwister – Gaming – traurig → „Ich finde es schade, wenn mein Bruder nicht mit mir zocken möchte.“

Die Teilnehmenden erzählen von eigenen Erlebnissen, Beobachtungen oder Gedanken, die sie mit der Kombination der unterschiedlichen Ebenen verbinden. Dabei gibt es keine richtigen oder falschen Antworten – im Mittelpunkt stehen spontane Assoziationen und persönliche Perspektiven.

Die Methode schafft einen niedrigschwelligen Anlass, über persönliche Erlebnisse, Konflikte oder belastende Situationen im Rahmen der eigenen Mediennutzung ins Gespräch zu kommen. Vorab sollten jedoch mit der Gruppe Regeln für einen wertschätzenden und freiwilligen Austausch beschlossen werden.

Wichtig!

Nicht alle Kinder und Jugendlichen haben alle der abgebildeten Bezugspersonen oder möchten über diese sprechen. Wird eine Bezugsperson gewürfelt, die für eine Person nicht passt, kann sie:

  • den Bezugspersonen-Würfel erneut würfeln oder
  • selbst eine andere wichtige Bezugsperson auswählen oder
  • eine fiktive oder allgemeine Situation beschreiben.

Niemand muss persönliche Erfahrungen teilen. Die Teilnahme an den Gesprächsrunden erfolgt freiwillig.

Zu beachten

Wenn Kinder und Jugendliche dabei von schwierigen Erfahrungen oder Grenzüberschreitungen erzählen, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass sie Vertrauen gefasst haben und sich einer Fachkraft anvertrauen möchten. Nehmen Sie solche Äußerungen ernst und wertschätzend auf, ohne nachzubohren oder zu drängen. Die Person entscheidet selbst, wie viel sie erzählen möchte.

Vertraut ein Kind oder eine jugendliche Person Ihnen seine/ihre Probleme an, ist es wichtig, im Anschluss Unterstützung anzubieten und gemeinsam nächste Schritte zu überlegen. Werden Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung oder andere Schutzthemen erkennbar, sollten diese entsprechend den Schutzkonzepten und Handlungsabläufen Ihrer Einrichtung aufgegriffen werden.

Hilfsangebote für Jugendliche:

Hilfsangebote für Erwachsene:

Erstmals veröffentlicht am 03.09.2026

Anhang

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