In dieser Methode bereiten Kinder und Jugendliche recherchierte Inhalte als informative Social-Media-Posts auf.
Gut zu wissen
Auf Social Media finden sich vielfältige Inhalte. Obwohl Unterhaltung und Vernetzung für viele im Nutzende im Vordergrund stehen, werden auf Instagram und Co. auch informative Inhalte vermittelt. Journalistische Angebote, Bildungsinitiativen oder Aktivist*innen nutzen die Plattformen beispielsweise, um Aufmerksamkeit für bestimmte Themen zu schaffen und darüber zu informieren. Auf Instagram bestehen informative Posts häufig aus mehreren sogenannten „Slides“, auf denen die wichtigsten Informationen visuell ansprechend in Stichpunkten aufbereitet und mit Quellen gekennzeichnet sind.
Ablauf
Bei der Methode „Info-Posts gestalten“ werden Kinder und Jugendliche selbst kreativ. In Kleingruppen von zwei bis drei Personen soll zu einem bereits erarbeitetet Thema ein Info-Post gestaltet werden. Diese werden anschließend im Plenum präsentiert, jedoch nicht auf den Plattformen veröffentlicht.
In den Posts können sich die Kinder und Jugendlichen auf die im Rahmen des Workshops erarbeiteten Inhalte beziehen und/oder auch mit dem Tablet weiterrecherchieren. Je nach Zielgruppe kann hier auch die Anforderung gestellt werden, die Informationen im Post mit Quellen zu belegen.
Für Fachkräfte ist es wichtig, sich im Vorhinein auf eine Plattform festzulegen. Grundsätzlich kann die Methode auf verschiedene soziale Netzwerke übertragen werden, so können beispielsweise kurze Videos erstellt werden, die theoretisch auf TikTok veröffentlicht werden könnten. Wenn der Fokus eher darauf liegen soll, die Recherchekompetenz zu fördern und den Beitrag mit Quellenangaben zu stützen, eignet sich Instagram, da hier Text- und Bildelemente verknüpft werden können.
Auch wenn nicht geplant ist, die Beiträge zu veröffentlichen, sollte die Fachkraft die Teilnehmenden darauf hinweisen, bei der Erstellung eigener Beiträge keine Bilder von sich selbst zu verwenden, um den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten.
Für die Gestaltung der Slides für den Instagram-Post eignet sich das Tool Canva. Die Nutzung von Canva erfordert eine Anmeldung mit einer E-Mail-Adresse. Berechtigte Lehrkräfte können mit Canva Education die Premium-Funktionen von Canva kostenlos nutzen und ihre Schülerinnen und Schüler zu einer Klasse einladen, sodass diese die Funktionen ebenfalls im Unterricht verwenden können.
Auf der Startseite wird nun das Format „Instagram Post“ ausgewählt. Hier können nach dem Drag & Drop-Prinzip Grafikelemente, Formen, Textbausteine oder auch selbständig hochgeladene Inhalte hinzugefügt werden.
Sind die Posts erstellt, präsentieren die Kleingruppen ihre Ergebnisse im Plenum. Die Methode eignet sich besonders gut zum Abschluss eines Workshops. Anhand der Ergebnisse erfährt die Fachkraft, welche Themen im Workshop besonders im Kopf geblieben sind oder gegebenenfalls weiter vertieft werden sollten. Abschließend kann darüber diskutiert werden, wie man Info-Posts auf Social Media erkennt und anhand welcher Kriterien ihre Qualität eingeschätzt werden kann. Für Kinder und Jugendliche kann dies zur Orientierung auf Social Media beitragen und ihre Recherchekompetenz stärken. Wichtig ist es, auch über die Motive solcher Posts zu sprechen, um Desinformationskampagnen differenzieren zu können.
Info
Für die Erstellung der Info-Posts können auch andere Tools wie z. B. Adobe Express, oder die Apps der jeweiligen Plattformen genutzt werden. Da sich Anwendungen und ihre Funktionen stetigen Veränderungen unterliegen, sollten diese vorab geprüft werden. Viele Tools erfordern zudem eine Registrierung oder ermöglichen eine direkte Veröffentlichung der erstellten Inhalte. Daher empfehlen wir für die Methode die Nutzung von Canva.
Erstmals veröffentlicht am 17.11.2022



