17. November 2022 | Praxis

Info-Posts gestalten

Bei dieser Methode werden Kinder und Jugendliche kreativ und gestalten Info-Posts für Social-Media-Anwendungen. In Kleingruppenarbeit kann dabei der Workshop reflektiert und gleichzeitig die Recherchekompetenz gestärkt werden.

Kurzbeschreibung
Kinder und Jugendliche gestalten informative Social-Media-Posts und fassen damit die gemeinsam erarbeiteten Inhalte zusammen. Die Methode eignet sich gut zum Abschluss eines Workshops. Kinder und Jugendliche können damit für sie besonders interessante Inhalte hervorheben und sich mit der Ästhetik informativer Posts auf Social Media auseinandersetzen. Zudem kann ihre Recherchekompetenz gefördert werden.
Themen & Inhalte
Vertiefung von WorkshopInhalten, Ausdrücken der eigenen Meinung, Gruppenarbeit, kreative Medienarbeit
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße
bis 25 Personen (2 – 3 Personen pro Kleingruppe)
Zeitlicher Rahmen
45 Minuten (inkl. Präsentation)
Material- und Technikbedarf
Tablets mit Browser und ggf. Canva-App mit Account (1 pro Kleingruppe)

Gut zu wissen

In sozialen Netzwerken finden sich vielfältige Inhalte. Obwohl das Motiv der Unterhaltung und Vernetzung bei der Nutzung von Social Media häufig im Vordergrund steht, gibt es auch informative Inhalte auf den Plattformen. Beispielsweise nutzen journalistische Angebote, Bildungsinitiativen oder Aktivist*innen die Plattform Instagram, um
Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen zu lenken und über diese zu informieren. Die informativen Posts bestehen auf Instagram häufig aus mehreren sogenannten Slides, auf denen die wichtigsten Infos in Stichpunkten dargestellt sind. Diese werden häufig auch mit Quellen belegt.

Ablauf

Bei der Methode „Info-Posts gestalten“ werden Kinder und Jugendliche selbst kreativ. In Kleingruppen von zwei bis drei Personen soll zu einem bereits erarbeitetet Thema ein Info-Post gestaltet werden. Dieser bleibt in gewisser Weise fiktiv, da er nicht veröffentlicht wird.

In den Posts können sich die Kinder und Jugendlichen auf im Workshop präsentierten Inhalte beziehen und/oder auch mit dem Tablet weiterrecherchieren. Je nach Zielgruppe kann hier auch die Anforderung gestellt werden, Quellen im Post zu nennen.

Für Fachkräfte ist es wichtig, sich im Vorhinein auf eine Plattform festzulegen. Grundsätzlich kann die Methode auf verschiedene soziale Netzwerke übertragen werden, so können kurze Videos erstellt werden, die beispielsweise auf TikTok veröffentlicht werden könnten. Steht im Vordergrund, die Recherchekompetenz mit Quellenangaben zu verstärken, eignet sich besonders Instagram, da hier Text- und Bildelemente verknüpft werden können.

Für die Gestaltung von Instagram Posts eignet sich das Tool Canva. Es kann im Browser (canva.com) ohne Anmeldung kostenfrei verwendet werden (es wird nach einer MailAdresse gefragt, das Fenster kann jedoch durch Auswählen von „Anders weitermachen“ geschlossen werden). Auf der Startseite wird nun das Format „Instagram Post“ ausgewählt. Hier können nach dem Drag&Drop-Prinzip Grafikelemente, Formen, Textbausteine oder
auch selbständig hochgeladene Inhalte hinzugefügt werden.

Sind die Posts erstellt, präsentieren die Kleingruppen ihr Ergebnis im Plenum. Die Methode eignet sich besonders gut zum Abschluss eines Workshops. Die Fachkraft erfährt hierdurch, welche Themen im Workshop besonders im Kopf geblieben sind oder gegebenenfalls weiter vertieft werden sollten. Abschließend kann darüber diskutiert werden, wie man Info-Posts auf Social Media erkennt und wie deren Qualität einzuordnen ist. Für Kinder und Jugendliche kann dies zur Orientierung in sozialen Netzwerken beitragen sowie deren eigene Recherchekompetenz stärken. Wichtig ist es, auch über die Motive solcher Posts zu sprechen, um Desinformationskampagnen differenzieren zu können.

Info

Für die Erstellung der Info-Posts eignen sich auch ähnliche Tools, wie z. B. Adobe Express, oder die Apps der Plattformen selbst. Da sich Namen von Anwendungen ändern oder sie sogar vom Markt verschwinden können, sollten Sie vorab selbst recherchieren, ob die Funktionen noch gewährleistet sind. Viele Tools erfordern eine Registierung oder bergen das Risiko, dass Ergebnisse tatsächlich veröffentlicht werden. Deshalb empfehlen wir an dieser Stelle Canva.

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