12. Januar 2023 | Praxis

Let’s chat!

Kinder und Jugendliche reagieren auf vier exemplarische Chatverläufe, die an ihre Lebenswelt anknüpfen. Dabei setzen sie sich mit Herausforderungen der Online-Kommunikation auseinander und erhalten Handlungsstrategien zu den Themen Cybergrooming, (Online-) Mobbing und Hate Speech. Abschließend werden gemeinsam Strategien zur positiven Kommunikation erarbeitet.

Kurzbeschreibung
Die Jugendlichen reagieren auf fiktive Chatverläufe, die an ihre Lebenswelt anknüpfen. In der Auseinandersetzung entwickeln sie Strategien zur positiven Kommunikation.
Themen & Inhalte
Online-Kommunikation, Privatsphäre, Datenschutz, Cybergrooming, (Online-) Mobbing, positive Kommunikation
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren
Gruppengröße
5 bis 30 Personen
Zeitlicher Rahmen
ca. 45 Minuten
Material- und Technikbedarf
Fiktive Chatverläufe (siehe Anhang), digitale Pinnwand mit Chatverläufen, Tablets; oder: Chatverläufe ausgedruckt, Papier/Post-Its, Stifte, Pinnwände, ggf. Klebepunkte

Ablauf

Als Basis für die Methode dienen vier exemplarische fiktive Chatverläufe (siehe Anhang). In diesen wird eine Kommunikation zwischen zwei Personen simuliert. Die Chatverläufe sind an der Lebenswelt Jugendlicher orientiert und stellen verschiedene Alltagssituationen
dar.

Stehen Tablets zur Verfügung, erstellt die pädagogische Fachkraft im Vorfeld eine digitale Pinnwand, beispielsweise mit Hilfe der Tools Padlet, Flinga oder Taskcards. Die Chatverläufe werden in die digitale Pinnwand kopiert bzw. hochgeladen. Alternativ können die Chatverläufe ausgedruckt und im Raum verteilt aufgehängt werden.

Aufgabe der Jugendlichen ist es nun, sich die Chatverläufe nach und nach gemeinsam anzusehen. Sie überlegen, wie sie auf die Nachrichten der schreibenden Person (Sprechblasen auf der linken Seite) reagieren würden (leere Sprechblase rechts unten). Je nach Gruppengröße können die Teilnehmenden in Kleingruppen aufgeteilt werden. Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, können die Kleingruppen dabei jeweils einen Chatverlauf oder alle bearbeiten. Die Antworten auf die jeweiligen Chats halten die Teilnehmenden auf der digitalen Pinnwand mit Hilfe der Kommentarfunktion fest oder notieren sie auf Post-Its und kleben diese an die ausgedruckten Chatverläufe. Sollten mehrere Kleingruppen alle Chats bearbeiten, ist es sinnvoll, jeweils einen Gruppennamen hinzuzufügen.

Information

Auf unserem Projektblog erfahren Sie mehr zur Nutzung der Tools Flinga und Taskcards:

Digitales Brainstorming und Mindmapping mit Flinga

Digitale Pinnwände mit Taskcards erstellen

Im Anschluss sammeln sich die Teilnehmenden wieder im Plenum. Gemeinsam wird zunächst die Übung reflektiert. Die Teilnehmenden berichten, was ihnen dabei besonders einfach- bzw. schwergefallen ist und wo sie beispielsweise unsicher waren. Die Antworten auf die Chatverläufe werden gemeinsam angesehen und besprochen, welche Reaktionen die Teilnehmenden nachvollziehen können, ob sie auch so reagiert hätten oder andere
Handlungsstrategien vorschlagen würden. Gegebenenfalls kann vor dem Austausch im Plenum ein Zwischenschritt ergänzt werden, bei dem sich die Teilnehmenden die Reaktionen auf die Chatverläufe der anderen Gruppen anschauen und mit Hilfe von Symbolen oder Klebepunkten ihre Meinung dazu äußern.

Bei der Diskussion der Chatverläufe erhalten die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, über eigene Erfahrungen zu berichten und sich auszutauschen. Abschließend werden Strategien zur positiven Kommunikation gesammelt. Diese können auf einem Flipchart oder ebenfalls auf einer digitalen Pinnwand festgehalten werden. Eine mögliche Auswahl solcher Strategien finden Sie im Anhang.

Nach einer Auseinandersetzung mit verschiedenen Situationen der OnlineKommunikation lernen die Jugendlichen Handlungsstrategien kennen. In der Diskussion können Themen wie Cybergrooming, Online-Mobbing oder Hate Speech angesprochen werden. Die Methode eignet sich sowohl dafür, in diese Themen einzuleiten, als auch dafür, im Workshop erarbeitetes Wissen zu vertiefen.

Information

Bonus: Steht mehr Zeit zur Verfügung, können die Ergebnisse der Diskussion durch die kreative Gestaltung von Medienprodukten vertieft werden. Angelehnt an die Methode „Info-Posts gestalten“ gestalten die Jugendlichen Postings für Social Media oder ein kurzes informatives Video zum Thema „Positive Kommunikation“. Die Teilnehmenden arbeiten dabei mit Tablets (siehe Methodenbeschreibung „Info-Posts gestalten“) und präsentieren ihre

Strategien für positive Kommunikation (Auswahl)

  • Erst denken, dann schreiben/kommentieren/posten: Ist meine Nachricht zweideutig und könnte missverstanden werden?
  • Reaktion des Gegenübers vorstellen.
  • Wenn mich etwas aufregt, lieber erstmal runterkommen und dann antworten.
  • Sachlich (statt emotional) auf fiese Kommentare oder Nachrichten reagieren.
  • Ich-Botschaften senden, anstatt andere mit Worten anzugreifen.
  • Hasskommentare nicht weiterverbreiten.

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